Projekt

"Alle Innovationen sind Projekte, aber nicht alle Projekte sind Innovationen." (Hauschildt). In Projekten werden innovative Problemlösungen entwickelt, deren Realisierung durch Projektmanagement (PM) (Planung, Organisation und Steuerung des Projekts) gesichert wird.


Hintergrund

In Projekten werden innovative Problemlösungen entwickelt, deren Realisierung durch Projektmanagement (PM) gesichert wird. Im betrieblichen Kontext gewinnt das PM deshalb an Bedeutung. Eine Studie der DB Research (2007) prognostiziert der Projektwirtschaft einen Anteil von 15 % der Wertschöpfung im Jahr 2020.

Dennoch wird diese Entwicklung in der beruflichen Bildung nur zögerlich berücksichtigt. Einerseits fehlt es an für den Unterricht geeigneten Materialien, andererseits gibt es keine spezifische, in der Lehrerfortbildung verankerte Qualifizierung. Um den Einstieg in das Thema PM an Schulen zu vereinfachen, haben die Universität Bremen und die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. Unterrichtsmaterialien entwickelt. Im Kontext beruflicher Bildung ist PM sowohl Inhalt (Projektmanagement) als auch Form (Lehren und Lernen im Projekt), um die Qualität von Projektlernen sicherzustellen.

Auf Basis realer Projektaufträge werden Lernende auf ihren zukünftigen Beruf vorbereitet.

Nachdem vorangegangenen EU-Projekt „PIA“ mit den osteuropäischen Partner-Ländern Polen, Tschechien, Slowakei und Türkei (sowie Schweiz in beratender Funktion) wird das PM-Lehrkonzept nun auch im Rahmen des EU-Projektes „PIA2“ in die südeuropäischen Länder Frankreich, Italien, Portugal und Spanien übertragen.


Projektziele

Ziel des Projekts ist es, (1) das Konzept in den Partnerländern sowohl horizontal durch verschiedene Domänen, als auch vertikal durch unterschiedliche Formen der beruflichen Bildung zu verbreiten. Zudem spielt (2) Entrepreneurship in der Projektarbeit eine große Rolle. Folglich wird das PMLehrkonzept im Rahmen des Projektes nicht nur in die Partnerländer transferiert, sondern auch um Entrepreneurship als Lerninhalt in PM erweitert.
 

Durchführung

Die Durchführung des Projekts erfolgt in drei Hauptphasen:

1. Testphase: Anpassung und Optimierung des Kerncurriculums für Projektmanagement in beruflichen Schulen (durch eine Machbarkeitsstudie)

2. Testphase: Anpassung und Optimierung des didaktischen Rahmenkonzeptes durch Lehrerfortbildung

3. Testphase: Anpassung und Optimierung des Unterrichtsmaterials durch Pilotstudien in mindestens zwei beruflichen Schulen pro Partner Die Verbreitung der Projektergebnisse, vor allem der Produkte, erfolgt parallel zu den Testphasen und werden von den Projektpartnern auf nationaler Ebene koordiniert.

 

 

Produkte

Die Kernprodukte des Projekts sind die transferierten und angepassten Produkte, die im Rahmen des Projekts entstehen und auf den Sprachen der Partnerländer als Druckversion sowie in digitaler Fassung vorliegen werden:
    

- Das Kerncurriculum Projektmanagement enthält die Lernziele und Abläufe des Gegenstands und spiegelt aus berufsbildender Perspektive den kleinsten gemeinsamen Nenner der Partnerländer und ihrer spezifischen Berufsbildungssysteme wider.

- Die Rahmenkonzepte zur didaktischen Umsetzung sowie zur Lehrerfortbildung sind einerseits an die nationalen Spezifika der Berufsbildungssysteme angepasst und basieren andererseits auf dem für alle Partner geltenden Kerncurriculum.

- Die Unterrichtsmaterialien umfassen einen Projektmanagement Leitfaden und ein Poster. Ihr Einsatz ist in den Partnerländern erprobt und die Materialien sind entsprechend optimiert.

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